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Die Karrierewünsche der Generation Z: Vorstellungen und Paradoxien

Die Gesundheitskrise im Jahr 2019 hat die Welt auf den Kopf gestellt, insbesondere die Welt der Arbeit. In der Tat standen zwei Monate lang fast alle Tätigkeitsbereiche still, was das Aufkommen neuer Fragen und neuer Praktiken ermöglichte.

Die folgende Studie basiert auf einer Umfrage unter 132 Befragten im Alter von 18 bis 25 Jahren.

Wenn Flexibilität die Devise ist.

Die junge Generation von heute wünscht sich einen vielseitigen Arbeitsplatz, der sich ihrem Zeitplan anpasst. Die Neuheit der Telearbeit, die seit der Pandemie weit verbreitet ist, ermöglicht die Art von Work-Life-Balance, die diese Generation anstrebt. In der Tat hoffen 42%, ihre Leidenschaft, ihr soziales und emotionales Leben mit ihrer Arbeit zu verbinden. Darüber hinaus ist mehr als die Hälfte der Befragten der Meinung, dass die Telearbeit fortgesetzt werden sollte, um ihnen eine organisatorische Flexibilität zu ermöglichen, die in 86 % der Fälle als sehr wichtig, ja sogar als wesentlich angesehen wird.

Auch wenn sie den Zwang der vorgeschriebenen Arbeitszeiten ablehnen, sind sich die befragten jungen Leute der beruflichen Anforderungen, die an sie gestellt werden, nicht weniger bewusst. Auf die Frage nach dem “Feierabend” in Deutschland (nach 17.00 Uhr nicht mehr zur Arbeit zu gehen) waren 52% dafür, wenn die Umstände stimmen, und 12% fanden das Konzept lächerlich.

Allerdings scheint sich ein Paradoxon abzuzeichnen: Auch wenn die Generation Z eine teilweise Telearbeit zu bevorzugen scheint, ist die Arbeitsatmosphäre in ihrem zukünftigen Unternehmen, die im Allgemeinen im Büro zu beobachten ist, für 46 % der Befragten “das Wichtigste”. Können wir also davon ausgehen, dass die Arbeitsatmosphäre von dieser Generation tendenziell anders eingeschätzt wird? Könnte die Flüssigkeit des Austauschs und die Qualität der Beziehungen, die für den reibungslosen Ablauf der Telearbeit notwendig sind, eine andere Auffassung vom sozialen Klima in den Unternehmen darstellen?

Ein Arbeitsplatz im Dienste des Engagements

Auch wenn die Krise die Karrierepläne von 22% der Befragten in Frage gestellt hat, scheinen diese keine Angst vor der Sicherheit zu haben, die ihnen ihr zukünftiger Arbeitsplatz bieten könnte. Tatsächlich gibt weniger als ein Zehntel an, dass dies für sie Priorität hätte.

Auch das Engagement der Generation Z ähnelt den Forderungen aus der Zeit vor der Pandemie: Inklusion, Gerechtigkeit und Ökologie stehen für 88 % der Befragten an erster Stelle. Dies war in der Tat bereits 2016 in einem Wizbii-Blog der Fall. Auch die horizontale interne Organisation des Unternehmens wird von 60% befürwortet.

Außerdem wünschen sich die Befragten eine sinnvolle Tätigkeit, die sie innerhalb einer engagierten Struktur ausüben würden. Assoziationen sind daher für die restlichen 40% wichtig. Die Vergütung scheint zugunsten der Karriereaussichten in den Hintergrund zu rücken (17%).

Ein ökologisches Paradoxon: Wann werden die Unternehmen gut genug sein?

Es ist klar, dass der Klimawandel im Mittelpunkt der Sorgen der jüngeren Generationen steht: Die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen hat in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen 2022 am meisten für den ökologischen Kandidaten Yannick Jadot gestimmt. Tatsächlich haben 6,6% von ihnen für ihn gestimmt, verglichen mit nur 3,8% der 25-34-Jährigen. Allerdings sind nur 21% der Meinung, dass die Ethik ihres zukünftigen Unternehmens das Wichtigste ist.

Außerdem wären 74% stark daran interessiert, international zu arbeiten. Ist dies wiederum ein kleines Paradoxon? Strebt diese Generation danach, aus der Ferne zusammenzuarbeiten oder physisch durch die verschiedenen Länder ihres Unternehmens zu reisen? Da Flugreisen besonders umweltschädlich sind, könnte sich die Frage stellen, ob ihre ökologischen Ambitionen und ihre Karrierepläne miteinander vereinbar sind.

Auf die Frage nach der Ökologie in Unternehmen und der Praxis des Greenwashing glauben nur 1,5 % der Befragten, dass es letzteres nicht gibt und dass Unternehmen sich wirklich für den Planeten einsetzen können. Andererseits sagen fast drei Viertel von ihnen, dass es sich nur um ein Marketinginstrument handelt und keine wirklichen Fortschritte erzielt werden.

Trotz der Tatsache, dass sie durch CSR-Richtlinien und jüngste Gesetze (insbesondere das Klima- und Resilienzgesetz von Emmanuel Macron aus dem Jahr 2021) verpflichtet sind und Telearbeit oder Flex-Offices einführen, die grundsätzlich weniger umweltschädlich sind, sind die Unternehmen nicht überzeugend: 71 % der 18- bis 24-Jährigen glauben, dass sie sich nur wegen ihres Images für die Umwelt engagieren. Die zu beobachtenden gesetzlichen Fortschritte scheinen ihre Erwartungen nicht zu erfüllen. Es könnte in der Tat sein, dass die Generationen dem Thema Ökologie mit einer anderen Sensibilität begegnen, die mit ihren Lebenserfahrungen zusammenhängt. Die Prioritäten (Wirtschaftskrise, Klima, Kaufkraft usw.) scheinen nicht für alle die gleichen zu sein. Ist diese Unzufriedenheit also das Ergebnis eines Wertewandels?

Ist die Generation Z also zu viel verlangt? Sind sie zwischen persönlichem Engagement und beruflicher Priorität wirklich bereit, ihre Ambitionen mit ihren Überzeugungen in Einklang zu bringen? Welche Möglichkeiten können genutzt werden, um ihre Ziele zu erreichen?

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